TuS Altwarmbüchen Volleyball
 
 
 

TuS Altwarmbüchen III-VfL Westercelle II3:0

 

TuS Altwarmbüchen III-TuS Bothfeld 043:0

 

Herren III: Backwahn

Heimspiele gegen VfL Westercelle und TuS Bothfeld

Samstag... 6.12... Nikolaus... der Gedanke an Weihnachten brennt sich immer stärker in den Kopf ein. Wie wärs mit backen? Gute Idee, aber was...? - Und da war doch noch etwas? RICHTIG, Heimspiel gegen Westercelle und Bothfeld. Also das Backen auf den Sonntag verschieben...!?

Nachdem uns der polnische Wodka am letzten Sonntag schlecht bekommen war, sollten zumindest gegen Westercelle zwei leckere Punkt-Plätzchen aufs Blech kommen. Aber was ist mit Bothfeld? Die kennt keiner von uns.... Soll 'ne Mannschaft aus russischen Übersiedlern sein... Tabellenzweiter, haben erst ein Spiel verloren... Kommt also ein unverdaulicher Hartkeks auf uns zu? Oder bringt der Nikolaus leckeren russischen Zupfkuchen? Und warum haben wir ausgerechnet jetzt so viele Verletzte? - Egal, alles nur Spekulatius...

Überhaupt... Zupfkuchen... Wie macht man den? Keine Ahnung... man braucht Mehl... und bestimmt auch Eier... genau! EIER! Um einen früheren Fussballtorwart aus dem süddeutschen Raum zu zitieren: "Wir brauchen Eier!" Und nachdem einzelne Teammitglieder nach dem verlorenen Spiel gegen GfL Polonia Hannover festgestellt hatten, dass wir zu ängstlich und zu lieb sind, waren wir gewillt, diesem Rat Folge zu leisten.

Dann das erste Spiel gegen Westercelle... Eine vermeintlich leichte Punktebackerei... Das Grundrezept war ganz gewöhnlich: ein Zuspieler, ein Diagonalspieler, zwei Aussenangreifer und zwei Mittelblocker. Bei nur 7 gesunden anwesenden Spielern war die Aufstellung schnell gefunden,und jeder durfte mal im Teig rühren. Anfangs ging es allerdings nur zäh zur Sache. Wir kamen nicht aus dem Quark. Gabs womöglich nur gewöhnlichen Käsekuchen oder wurde es gar ein Sauerteig...? Nein, denn nach ausgeglichenem Spiel bis zum 15:14 schalteten wir den Mixer eine höhere Stufe, machten kaum noch Fehler und gewannen den ersten Satz mit 25:17. Genauso kneteten wir in den beiden folgenden Sätzen weiter und gewannen ohne große Mühe mit 25:13 und 25:10. Geschafft! Der erste Kuchen war gebacken und damit das Minimalziel des Tages erreicht.

Jetzt sollte das vermeintlich sehr viel schwierigere Spiel gegen Bothfeld folgen. Wir erinnerten uns an die Feststellung, dass wir oft zu ängstlich agieren... Also wenigstens erstmal böse gucken... Aber in dieser Hinsicht waren unsere Kontrahenten haushoch überlegen! Nur keinen anschauen, sonst fallen wir noch tot um... Dann doch lieber weiter backen. - Aber bitte keine kleinen Brötchen... NEIN, NICHT MIT UNS! NICHT HEUTE! Also den Ofen gut vorwärmen und konzentriert einspielen. Auf den Rührerfolgen des ersten Spiels liess sich gut aufbauen, und die Qualität konnte sogar noch gesteigert werden. Unsere Kontrahenten wirkten phasenweise, als hätten sie klebrigen Teig an den Händen. Nach Zwischenständen von 12:7 und 18:10 gewannen wir den ersten Satz zu 16. Der zweite Durchgang verlief bis zum Stand von 16:16 ausgeglichen. Danach gelang es uns, die Angriffe sehr gut abzuwehren. Bei dem ein oder anderen knappen Ball hatten wir etwas Mehl mit den Entscheidungen des Schiedsgerichts und wir siegten mit 25:20. Jetzt aber aufpassen, um uns nicht einen Mandelsplitter einzuziehen oder gar die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Nach einigen guten Blocks zu Beginn des dritten Satzes schienen die Bothfelder zu resignieren und unser Teig wurde immer geschmeidiger. Der Satz ging mit 25:10 an uns... - Das Ergebnis war eine leckere Sahnetorte, sprich, die maximale Ausbeute an Punkten und Sätzen an diesem Spieltag. Großer Jubel und Festtagsstimmung ob dieser Bescherung! - "Ja ist denn heut schon Weihnachten?"

Fazit: Wir haben es endlich mal konstant über zwei Spiele gut gebacken bekommen. Block und Feldabwehr waren stärker als sonst, und Armin glänzte mit vielen Zuckerpässen. Wenn die Mannschaft wieder vollständig ist, können wir sicherlich noch variabler spielen. Und ohne die Schwächephasen, die wir bisher in fast jedem Spiel hatten, sollte unser angepeiltes Saisonziel möglich sein. Zu bemerken sei noch, dass sich die Bothfelder zwar eher unkommunikativ zeigten, aber ansonsten als sehr sportlich fair. Blockberührungen wurden zugegeben und umstrittene Schiedsrichterentscheidungen ohne Nörgelei hingenommen. Die vom Autor verschlagene Angabe beim Matchball im ersten Spiel wird am kommenden Montag beim mannschaftlichen Weihnachtsmarkt-Besuch Konsequenzen haben...

Übrigens, für Russischen Zupfkuchen gibts ein Rezept unter www.essen-und-trinken.de - oder für die Bequemen eine Backmischung aus dem Supermarkt.

11.12.2008 - Henning Pöhl - letzte Änderung am 12.12.2008
 
 
 

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